Solarwärme im Gespräch mit Doris Hammermüller, der neuen Geschäftsführerin des Verbands Austria Solar

 

Doris Hammermüller M.A. (c)Renate Fuchs

1.Welchen persönlichen Bezug haben Sie zur Solarthermie?

 Ich hab schon als Kind zu Zeiten der beiden Ölkrisen von Solarwärme gehört. Als ich mir 1991 mein Haus gekauft habe, war Solarwärme aus diesem Grund  im Zuge der Gesamtsanierung des Hauses ein interessantes Thema für mich. Als ausgebildete Sozialarbeiterin bin ich erfreulicher Weise über die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie gestolpert und hab meine Solaranlage mit den Selbstbaugruppen der AEE gebaut habe. Das war eine super Sache, da ich damit ja gleich voll den Durchblick gehabt habe, wie so was funktioniert. Die Erfahrung hat dann gleich mein ganzes Leben revolutioniert und ich habe von der weiblich Sozialarbeit in die männliche Erneuerbare Energie-Szene gewechselt. Die Gratiswärme von der Sonne begeistert mich bis heute!

 2. Wie sind Sie generell auf das Thema Erneuerbare Energien gekommen?  

Ich mag Verschwendung und Abhängigkeit nicht – Ich bin mit meiner Großmutter aufgewachsen, die natürlich den Zweiten Weltkrieg erlebt hat. Von ihr habe ich mir abgeschaut, dass fast alles was da ist, auch genutzt werden sollte und vieles noch einen Wert hat.

Die potentiellen Gefahren des Klimawandels haben mich schon in den 80er Jahren unruhig gemacht. Die Sanierung meines Hauses hat mich vor die Aufgabe gestellt, zu entscheiden, wie viel und wie ich überhaupt heizen will. (Passivhaus war damals noch kein Thema); also war Solarwärme die beste Option emissionsfrei und kostengünstig zu Heizen. 

3. Frauen in der Erneuerbaren Energie sind eher die Ausnahme als die Regel. Woran liegt das?

 Ich fürchte, Frauen trauen sich das immer noch zu wenig zu, da mitzureden und mitzumischen. Mädchen werden als kleine Kinder noch immer nicht an die Technik herangeführt, das drückt sich in einem späteren schwachen Selbstwert in diesem Bereich aus. Und obwohl ich mein Haus selbst saniert und meine Solaranlage selbst gebaut habe – und immer schon sehr genau gewusst habe, was ich richtig finde, habe ich zwei Jahrzehnte gebraucht, bis ich mir sicher genug war, meine Erfahrungen und Erkenntnisse auch gelernten Technikern gegenüber standhaft zu vertretetn. 

Ich find das sehr schade, denn gerade Frauen haben oft einen erfrischend pragmatischen Zugang und ein großes Interesse an Erneuerbarer Energie.

4. Wie wird sich Österreich in Zukunft im Bezug auf Energieautarkie geben?

Ja wenn ich das wüsste….. noch sieht es so aus, als ob wir auf die wirklich notwendigen Veränderungen warten müssten, was schade ist. Umso früher wir engagiert den Umbau in die Wege leiten, desto schneller können unsere Wirtschaft und unsere Umwelt von den lange überfälligen Ergebnissen profitieren. 

5. Nutzen Sie Erneuerbare Energien in Ihrem Haushalt?

Ganz viel aktive und passive Solarwärme und Holz. Und wie ich aus eigener Erfahrung seit jetzt 21 Jahren sagen kann: Solarwärme im Heizungsbereich rechnet sich immer!

6. Die Solarthermie in Österreich, eine Branche, die es schon seit Jahrzehnten gibt, hat strukturelle und Absatzprobleme. Wie glauben Sie, dass es weiter gehen wird?

 Energie- und klimapolitisch ist klar, dass die emissionsfreie und regional verfügbare solar erzeugte Wärme ein wichtiges Standbein des zukünftigen Energiesystems sein wird.     Die lang erprobte Technologiesparte, in der Österreich über viele Jahre Weltmarktführer war, wird in Zukunft bis zu 20% unserer Wärme liefern. Solarwärme im Heizungsbereich rechnet sich immer!

Was es dringend braucht, ist ein stabiles Ausbauszenario, das es erlaubt, die sonnvollen und realistischen Ziele auch umzusetzen. Solarwärme wird aus praktischen Gründen sehr oft parallel mit anderen Sanierungsmaßnahmen, wie einer Heizkessel- oder Dacherneuerung, installiert. Deshalb braucht sie zum sinnvollen Ausbau im Raumwärmebereich ein ganz massives Anreizsystem, das parallel zu Sanierungsmaßnahmen wirksam wird, da bauliche Maßnahmen meist nur ein kurzes Zeitfenster haben. Wenn dieses verpasst wird, sind meist zwei Jahrzehnte verloren.

7. Was kann die Solarthermie cool machen?

Solarenergie ist heiß – manchmal zu heiß! Wer´s ausprobiert hat, weiß das!

 8. Haben Sie einen Wunsch für die Zukunft der Branche?

Ja – Ich sehe eine österreichische Solarindustrie vor mir, die rasch und kompetent technische Lösungen für die neuen, unterschiedlichen Einsatzbereiche, wie

  • Wärmenetze
  • Solarwärme-Kombikessel für Ein- und Mehrfamilienhäuser
  • Reinigungsanlagen aller Art
  • Und bestimmt noch Vieles mehr

gemeinsam mit den jeweiligen FachexpertInnen entwickelt.

9. Und für die Zukunft von Österreichs Energielandschaft?  

Wenn Sie mich so fragen – Da sehe ich erst mal symbolisch Österreichs sonnige Wälder! – die stehen bleiben können, weil wir in immer mehr PlusEnergieHäusern wohnen werden, Solar heizen, in Bauteilen die Wärme speichern,…

Die Erneuerbare Stromproduktion hat die Oberhand gewonnen und geht einen gesunden Ausbauweg parallel mit dem Naturschutz.  

Und natürlich bewegen wir uns stetig in Richtung Erneuerbarer Energie – Die Vielfallt der Systeme sollte mit ihren jeweiligen Stärken genützt werden – Energie ist kostbar, wenn sie schadstofffrei produziert wird, dann kann sie nicht zu viel werden. Viel Energie macht uns reich- wenn sie nicht unsere Lebensgrundlagen zerstört.

 10. Wo sehen Sie sich selbst in zehn Jahren?

  • auf meinem energieautarken Bauernhof!
  • die Nachbarn im Sommer an meine Solarwärmeanlage angeschlossen
  • und vielleicht machen wir dann noch eine dörfliche Biogasanlage.

 

 

Roadmap für den Solarwärme-Erfolg

Um ein Ziel zu erreichen, muss man die Wege kennen, die zu diesem führen. Um die Wege zu finden, bedarf es einer Karte. Für die Solarthermie ist das die Roadmap Solarwärme 2020.

Quelle: Sunmark, Silkeborg Hospital

Ziel der Veranstaltung am 13.6.2013 war es, diese Roadmap auf den neuesten Stand zu bringen. Wo sind die breitesten Wege, sprich Hauptmärkte, zu finden? Was müssen wir tun, um sie in den nächsten Jahren mutig zu beschreiten?

 

 

Die Wege sind gesäumt von Gesetzen und Konkurrenten am Wärmemarkt, wie von Christian Frank von AEE Intec und Roger Hackstock von Austria Solar kurz zusammengefasst wurde. Der Gastgeber FFG und Vertreter von drei Ministerien erläuterten die Bedeutung der Roadmap für die Erneuerbaren Energie Ziele der Bundesregierung. Die Hauptwege der nächsten Jahre wurden in folgende Hauptmärkte eingeteilt:

  • Nachrüstung in Bestandsgebäuden (Massenmarkt)
  • Großanlagen
  • Export

Die Veranstaltung der Österreichischen Technologieplattform ASTTP war gut besucht, rund 30 Vertreter von Produktionsfirmen, Forschungs- und Entwicklungsstellen, Ministerien und Stake Holder fanden sich ein, um im Rahmen eines Workshops die Kernfragen für die Aktualisierung der Roadmap zu beantworten.

  • Was kann die Branche selbst für den Erfolg auf den Hauptmärkten tun?
  • Wen (Partner) bzw. was (Gesetze) benötigt die Branche dafür?
  • Was ist die konkrete Vorgehensweise, was sind die nächsten Schritte?

    Statements zur Aufgabenstellung durch Stake Holder (c) Renate Fuchs

Die Sammlung und Präsentation der Antworten zu der Aufgabenstellung lieferte ein breites Spektrum an Ideen, die intensiv diskutiert wurden.

Präsentation und Diskussion (c) Renate Fuchs

Zum Schluss wurden Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten der Ergebnisse diskutiert, der rote Faden durch alle drei Hauptmärkte zeigte:

  • Solarwärme muss ständig im Bewusstsein potenzieller Kunden und Investoren präsent gehalten werden.
  • Kostensenkungen beim Endkunden sind in allen Hauptmärkten unumgänglich
  • Alle Marktsegmente brauchen eine aktive Marktbearbeitung mit verkaufsaktiven Partnern
  • Die Komplexität muss weiter reduziert, die Bedienerfreundlichkeit erhöht werden

Die Ergebnisse des Workshops werden von der AEE Intec in die Aktualisierung der Roadmap Solarwärme 2020 eingearbeitet. Beim nächsten Workshop der ASTTP im Herbst 2013 werden die ersten Wege und Beschilderungen am Weg zum Ziel präsentiert, wie der Solarwärmemarkt wieder in Schwung gebracht werden kann.

Solarwärme im Gespräch mit Roland Düringer

© Roland Düringer, Foto: Jeff Mangione

In der Reihe unserer Interviews zur aktuellen Lage und Zukunft von Solarwärme setzen wir mit dem österreichischen Kabarettisten, Schauspieler, Querdenker und Solaranlagenbesitzer Roland Düringer fort. Die bisherigen Interviewpartner  waren: Wr. Stadtverwaltung (Bernd Vogl), Solarindustrie (Robert Kanduth), Forschung (Werner Weiss), Bundespolitik (Reinhold Mitterlehner), FEM-Tech Expertin des Monats (Sabine Putz) und Großanlagenbau (Christian Holter). 

Herr Düringer, Sie haben sich eine thermische Solaranlage aufs Dach gelegt. Warum nicht Photovoltaik, die ja in aller Munde ist?

Weil es was anderes ist. Das eine macht Wärme, das andere macht Strom. Das ist, wie wenn Sie Fragen: warum haben Sie ein Auto und kein Motorrad. Ich hab ja auch eine Photovoltaik-Anlage.

Die war zuerst da?

Nein, die Photovoltaik-Anlage hab ich jetzt erst auf meinem neuen Haus. Da hab ich 28 Quadratmeter, mach mir meine Energie selber und bin autark.

Warum vorher die Solarthermie?

Ich hab damals ein großes Haus gebaut, mit allem Schnick-Schnack, einer Pelletsheizung, großen Glasflächen und eben der Solarwärmeanlage. Dass Sonnenenergie die einzige Energie ist, die es gibt, war mir sowieso immer klar. Nur hab ich viel zu groß gebaut, wie viele Menschen, wir haben viel zu viel Raum gehabt, den man dann mit Energie versorgen muss, und mit Industriegerümpel vollfüllt. Dadurch wird Wohnen sehr teuer, man könnte aber billiger wohnen.

Sie sind ja bekannt – ist Ihre Solaranlage für Sie ein Statussymbol? Ist sie cool?

Nein, ich hab das eigentlich damals nicht so gesehen. Ich hab mir eine Pelletsheizung zugelegt, weil ich kein Öl verbrennen wollte und gut dazu passt die Sonnenenergie, die sowieso da ist. Ich war verblüfft, wie gut das funktioniert, dass man auch im Winter bei Minusgraden trotzdem Wärme ins Haus bekommt, wenn die Sonne scheint. Das ist schon toll. Die Energie ist da und geht in meinen Pufferspeicher. Ich find das nicht besonders cool oder lässig, weil so was mir vollkommen egal ist und ich es damals einfach als sinnvoll und nützlich empfunden hab um Geld zu sparen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich eine Solaranlage installieren zu lassen? Wer hat Sie auf die Idee gebracht?

Der, der mir die Anlage damals installiert hat, ein Installateur aus der Ortschaft. Der hat mir den Pelletskessel aufgestellt und gemeint, wenn ich eh einen Pufferspeicher hab’ , wäre eine Solaranlage sinnvoll. Platz hatte ich auch, meine Kollektoren liegen nicht am Dach, sondern stehen am Boden, südwestseitig, dadurch war das relativ logisch. Das einzige Problem – wie bei jeder Energie – ist die Speicherbarkeit. Wenn die Sonne im Sommer runterbrennt, steht die Solaranlage mit 90 Grad, ich brauch aber keine Wärme. Wenn es dann bewölkt ist und ich die Wärme bräuchte, kommt halt relativ wenig. Das ist halt das große Mirakel der Energie.

Sie sind vom Benzinbruder zum Naturapostel geworden, kann man sagen. Ist Ihr ökologisches Gewissen erwacht?

Nein, ich war das eigentlich immer. Auch wenn ich große amerikanische Autos daheim stehen hatte, ich hab die gesammelt als Objekte, so wie andere Sonnenbrillen sammeln. Die sind bei mir in der Garage gestanden und sind vielleicht dreimal im Jahr bewegt worden. Ich hab mit diesen Autos keinen Schmutz gemacht, das waren alte Autos aus den 1960er und 1970er Jahren, die nicht extra für mich gebaut wurden, die hat es schon gegeben. Heute hab’  ich Motorräder, mit denen fahre ich noch immer und gerne, ich hab kein schlechtes Gewissen dabei. Dafür schau ich auf andere Sachen, wo man mit Ressourcen vernünftig umgehen kann, zum Beispiel bei Lebensmittel. Die meisten Menschen glauben, die Autofahrer machen den größten Dreck, dabei sind es die Fleischesser. Ich verstehe mich als jemand, der immer schon mit der Natur gelebt hat. Darum war immer der Drang da, aufs Land zu ziehen, mit eigenem Gemüsegarten, nicht weil mir das wer gesagt hat oder weil ich einen Bewusstseinswandel gehabt hab, sondern weil es immer in mir drinnen war, der Bezug und die Liebe zur Natur.

Hatten Sie dabei keine Vorbilder?

Wenn etwas ein Vorbild für mich war, war es mein Garten. Der zeigt dir nämlich, was wirklich Sache ist, inwieweit wir nur Teil eines ganz großen Systems sind. Wenn du deine Lebensmittel aus dem Garten beziehst, ist auf einmal alles anders. Dann bist du abhängig von kosmischer Energie, vom Wind, ob der Samen will oder nicht, ob die Schnecken beim Salat ernten schneller sind als du, du bist von ganz vielen Faktoren abhängig. Das ist, was der Mensch immer war – von der Natur abhängig. Das ist auch nichts Schlechtes. Der Garten hat mich sehr viel gelehrt.

Denken Sie, dass Sie jetzt vielleicht selbst ein Vorbild sind, in Bezug auf Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energie?

Ob ich ein Vorbild bin, das weiß ich nicht. Vielleicht bin ich für manche ein Vorbild, für andere bin ich ein Feindbild, es ist mir relativ wurscht, was ich für die anderen bin. Ich probiere, meinen Weg zu gehen und möglichst wenig dem Leben im Allgemeinen zu schaden.

Wo, glauben Sie, stehen wir in Österreich in 20 Jahren – wird es viele geben, die angehalten und umgeschwenkt haben, oder werden wir stur so weitermachen wie bisher?

Ich glaub da geht es nicht um Österreich, da geht es mittlerweile um die ganze Welt, wo steht die in 20 Jahren? Das ist wie Kaffesudlesen, man kann es nicht sagen. Was ich nicht glaube, ist, dass plötzlich der große Bewusstseinswandel eintritt und die Menschen anders funktionieren und anders mit Ressourcen umgehen.  Davon darf man nicht ausgehen. Ich glaub, dass wir uns erst dann ändern, wenn es ans Eingemachte geht.

Wenn Sie sich für die Energiezukunft Österreichs etwas wünschen dürften, was wäre das?

Was meinen Sie, was ist das, Energiezukunft?

Na ja, die Energiezukunft Österreichs ist die Zukunft der Energieversorgung in Österreich.

Was ich mir da wünschen darf?

Genau.

Das wir uns nicht Gedanken darüber machen, wo unsere Energie in Zukunft her kommt, sondern dass wir uns Gedanken machen, wie wir alle miteinander weniger verbrauchen in Zukunft. Dann ist das Problem gelöst. Der hohe Benzinpreis ist nur ein Problem, wenn ich mit dem Auto fahre. Fahre ich nicht, hab ich mit dem Benzinpreis kein Problem.

 

Meine Solaranlage und ich – ein Abenteuer im Burgenland

Es war an einem heißen Sommertag im August 2011. Ich hatte gerade eine Presseaussendung verschickt, wie absurd es sei, dass trotz Tropenhitze im ganzen Land 1,6 Millionen Kessel liefen um warmes Wasser zu produzieren. Viele davon waren mit Öl oder Gas befeuert und mehr als 30 Jahre alt, ein Energie-Wahnsinn sondergleichen. So wie im Haus meiner Schwiegermutter, in dem ich mich gerade aufhielt. So geht das nicht weiter, sagte ich zu meiner Frau, wir brauchen eine Solaranlage! Wundert mich, dass dir das jetzt erst einfällt, war ihre Antwort.

Die 30 Jahre alte Gasheizung (c)Roger Hackstock

Das Haus steht im Südburgenland, also wandte ich mich an den Innungsmeister, sozusagen den obersten Installateur im Bundesland, ob er so eine Anlage installieren kann. Selbstverständlich, meinte er, bei der alten Gasheizung mache das aber keinen Sinn, die müsste raus. Beim ersten Anbot für eine neue Gasbrennwertheizung mit Solaranlage – mit Holz heizt schon der Küchenherd – brauchte ich einen Schnaps. Soviel kostet das, damit hatte ich nicht gerechnet! Der Familienrat trat zusammen, wir entschieden uns schließlich doch für die große Lösung: eine solare Heizungsunterstützung! 20 Quadratmeter Kollektoren und ein 1.000 Liter Speicher sollten mindestens ein halbes Jahr komplett die Wärmeversorgung übernehmen.

20 m2 Kollektoren sonnen sich am Dach (c)Manfred Strobl

Beim Einbau merkten wir dann wie niedrig der Keller war und mussten auf 750 Liter Speicher reduzieren. Als Geschäftsführer von Austria Solar durfte ich keine Firma bevorzugen, also verlangte ich einfach das Austria Solar Gütesiegel! Damit kamen 25 Anbieter in Frage. Natürlich wollte ich ganz bescheiden die beste Solaranlage des Burgenlandes, also griff ich auf das Know-how der AEE INTEC zurück. Drei Monate lang tüftelten sie gemeinsam mit dem Solaranbieter am Hydraulikplan, bis eine optimale Lösung gefunden wurde. Bei ausreichendem Sonnenschein sollte die Solaranlage direkt in die Heizung gehen, bei trübem Wetter über die Gastherme als Nachheizung. Nur bei anhaltendem Schlechtwetter durfte die Solaranlage pausieren und die Gastherme übernahm die komplette Arbeit. Um das überprüfen zu können installierten wir einen Internetanschluss zur Fernüberwachung der Anlage. Die Sache hatte allerdings einen Haken: mit den alten gusseisernen Heizkörpern in allen Räumen war an einen optimalen Solarertrag nicht zu denken, dafür braucht es eine Niedertemperatur-Wärmeverteilung im Haus. Also raus mit den alten Ungetümen und rein mit nagelneuen Niedertemperatur-Heizkörpern samt Thermostatreglern.

Neue effiziente Heizkörper um den Solarertrag zu steigern (c)Manfred Strobl

Die nächste Überraschung folgte am Dach. Auf solch morschen Dachsparren würde er keine Kollektoren montieren, meinte der Dachdecker. So wurde die ohnehin fällige Dachsanierung vorgezogen, bevor der Kran mit den Kollektoren kam. Aus der ursprünglichen Idee einer Solaranlage war ein kapitaler Umbau geworden, der in Summe fast 40 000 Euro kostete. Dafür waren alle Leitungen super gedämmt, jeder Heizkörper einzeln eingeregelt, das ganze System auf minimalen Gasverbrauch optimiert. Jetzt wollte ich natürlich genau wissen, was die Solaranlage bringt. Der Solaranbieter war sehr zuvorkommend und richtete extra eine Visualisierung ein. Damit habe ich die Solaranlage immer im Blick.

Visualisieurng online - die Solaranlage immer im Blick (Screenshot)

Die Anlage lief von Anfang an nach Plan, ich war begeistert! Meiner Erfahrung nach gab es aber immer Verbesserungspotenzial, wenn man sie eine Zeit lang beobachtete. Tatsächlich zeigten die Speichertemperaturen manchmal seltsame Werte und der Oma war es an besonders kalten Tagen im Haus nicht warm genug. Nach zwei Monaten kamen daher Anlagenlieferant und Installateur nochmals vorbei und gingen die ganze Anlage durch. Der Volumenstrom der Heizung war zu sparsam eingestellt und ein Fühler falsch platziert – die Behebung der Probleme war im Nu erledigt! Zufällig war es an dem Tag kalt aber sonnig und die Solaranlage zeigte, was sie kann. Am 13. Dezember stand die Gastherme bei 4 Grad Außentemperatur still und die Solaranlage heizte alleine das Haus! Da staunten selbst die Handwerker, eine eindrucksvolle Demonstration was ein optimal eingestelltes Heizsystem mit Solaranlage zu leisten im Stande ist. Auch ein Journalist war an dem Tag dabei – hier ist sein Bericht in „Der österreichische Installateur“!

Da freut man sich, wenn´s von der Solaranlage warm runter kommt! (c)Manfred Strobl

Europäischer Tag der Sonne kehrt an seinen Ursprung zurück

Logo European Solar Days (c) ESTIF

Im Jahr 2002 hatte der Verband Austria Solar die Idee, Solarwärme durch eine Reihe von Veranstaltungen überall in Österreich bekannt zu machen. Der Tag der Sonne war geboren, der erste fand am 24. Mai 2002 statt. Schulen, Universitäten, Betriebe, Gemeinden, Energieagenturen und viele andere Organisationen zeigten an diesem Festtag der Sonne, welche enorme Energiemenge uns Tag für Tag kostenlos von der Sonne geschenkt wird und wie wir sie für Wärmezwecke nutzen können.

Die Idee machte Schule, nach zwei Jahren (2004) übernahm die Schweiz das Konzept, zwei Jahre später (2006) Deutschland. Mit einem EU-Projekt im Programm Intelligent Energy Europe gelang 2008 die Ausweitung auf 8 Länder. Dann ging es rasant, jedes Jahr kamen neue Länder hinzu. Mittlerweile feiern 19 Staaten Jahr für Jahr Anfang Mai den Europäischen Tag der Sonne.

ESTIF, der europäische Solarindustrieverband, lud auch heuer wieder zu einer Konferenz der KoordinatorInnen des Europäischen Tag der Sonne ein. Am 19. und 20. November 2012 trafen sich 25 TeilnehmerInnen aus 15 Ländern, diesmal im Ursprungsland der erfolgreichen Solar-Bewegung: in Österreich. Natürlich war auch Austria Solar als „Spiritus Rector“ des Tag der Sonne bei der Konferenz in Wien dabei. Nicht zufällig trafen sich die Solar-Experten im Hotel Wilhelmshof, wo sie die zweitgrösste Hotel-Solarwärmeanlage Wiens besichtigen konnten.

Eindrücke von der European Solar Days Konferenz (c)Renate Fuchs

Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar und Renate Fuchs als Verantwortliche für den Tag der Sonne in Österreich waren dabei und berichteten von ihren Erfahrungen und was für 2013 geplant ist. Der Austausch der anwesenden Solar-Experten von Ukraine bis Portugal, von Norwegen bis Italien war lebhaft und interessant - einige haben langjährige Erfahrung, andere sind erst seit wenigen Jahren dabei. Die landesspezifischen Unterschiede machen den Tag der Sonne in jedem Land zu einem neuen Abenteuer in Sachen soziales Marketing. Was aber alle eint, ist der Wille das kostenlose Energiegeschenk der Sonne den Menschen näher zu bringen.

Die Vorbereitung der 6. European Solar Days von 1. bis 19. Mai 2013 ist in allen Ländern bereits im Laufen, auch bei uns findet die Aktion wieder am 3. und 4. Mai 2013 statt. Wir freuen uns schon darauf und auf den Austausch bei der nächsten Konferenz!

Auf jeden Fall den Termin schon mal vormerken:

Tag der Sonne 2013 (c) Renate Fuchs

Solarwärme – was hinter der Mauer kommt, die es zu überwinden gilt

(c) Renate Fuchs

Wenn man vor einem Hindernis steht, hat man zwei Möglichkeiten.

1. Man wendet die bewährten Methoden an, um das Hindernis zu überwinden, selbst wenn man damit vielleicht nicht erfolgreich ist.

2. Man stellt die Methoden in Frage und sucht nach neuen Wegen, um über das Hindernis zu kommen.

 

 

Die Solarwärme Technologieplattform ASTTP lud am 17. Oktober 2012 zu einem Workshop um die zweite Möglichkeit auszuloten. Rund 25 Teilnehmer suchten nach neuen Wegen, um der Solarwärme künftig zum Durchbruch zu verhelfen. Der Einladung war eine bunte Gruppe aus verschiedenen Richtungen gefolgt, von Solarfirmen über Forscher bis zu Vertretern von Ministerien und Landesregierung.

Bei früheren ASTTP-Veranstaltungen waren die Teilnehmer gewohnt, in Vorträgen über Neuerungen informiert zu werden. Diesmal wurde eine andere Arbeitsweise gewählt - ganz ohne Power Point. Die Teilnehmer selbst begaben sich auf die Suche nach neuen Wegen, um Solarwärme aus drei Blickwinkeln voranzubringen:

** Solarwärme anders verordnen
** Solarwärme anders fördern
** Solarwärme anders finanzieren

Teamarbeiten (c) Renate Fuchs

Wolfgang Jilek (Landesenergiebeauftragter Stmk), Gernot Wörther (Klima- und Energiefonds) und Georg Günsberg (Berater der Wiener Stadtregierung in Sachen Erneuerbare Energien) übernahmen die Rolle von Mentoren für je einen Blickwinkel. Gemeinsam mit der Gruppe erarbeiteten sie verschiedene Ideen und Wege, wie man Solarwärme künftig anders fordern, fördern und finanzieren könnte.

Nach der Präsentation der Gruppenergebnisse wurden diese hinsichtlich Effektivität und Realisierbarkeit von den drei Mentoren kommentiert.

Präsentation und Mentorenstatement (c) Renate Fuchs

Die Reaktionen auf die Workshop-Ergebnisse aus der Gruppe waren unterschiedlich, es gab spannende Diskussionen. Die emotionale Wirkung des Workshops war aber eindeutig: Man muss weg von alten Schienen und neue Wege einschlagen, um bei Solarwärme weiter zu kommen. Den ersten Schritt sind wir beim Workshop gegangen, weitere werden folgen.

Sonne in Dalmatien oder Solare Urlaubseindrücke

Apartmenthaussiedlung mit Solaranlagen, Mittel-Dalmatien (c)Renate Fuchs

Auch Austria Solar, namentlich meine Person (Renate Fuchs) hat einen Sommerurlaub genossen. Ziel war Mitteldalmatien, südlich von Split, einem der schönsten Küstenstriche Kroatiens. Und ich kam nicht umhin, auch hier Solaranlagen zu entdecken.

Solaranlagen in einer Apartmenthaussiedlung (c) Renate Fuchs

Auch wenn manche von ihnen eher einfacherer Bauart sind:

Duschwasserheizung via Sonnenenergie in Kastela/Dalmatien (c)Renate Fuchs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kroatien ist ein ideales Land für Erneuerbare Energie. Kein Land in Europa hat mehr Sonnenstunden pro Jahr – ideal für die Nutzung von Sonnenenergie. Und kaum ein europäisches Land hat mehr Küstengebiet im Verhältnis zur Gesamtfläche. Die Nord-Süd-Erstreckung wiederum begünstigt konstante Windverhältnisse, die Jahr für Jahr neue Windparks aus dem Boden sprießen lassen. Zusätzlich bieten Thermenlinien, reichhaltige Biomassevorkommen und die Notwendigkeit einer Neuorganisation der Abfallwirtschaft reichlich technisches Potenzial für Erdwärme, Biogasproduktion und Fernwärme mittels Müllverbrennung.

Aber vor allem die Nutzung der Sonnenenergie für den Wärmebedarf bietet sich an, bevorzugt in Dalmatien, wo die winterlichen Temperaturen so gut wie nie unter Null Grad fallen. Damit erspart man sich die Beigabe von Frostschutzmitteln im Solarkreis.

Die Nutzung von Solarenergie ist besonders für Einfamilien- und Apartmenthausbesitzer interessant. Entsprechende Förderungen laden ein, hier zu investieren. Die Amortisationszeiten sind recht kurz, da die Solarwärme meistens Strom ersetzt, selten auch Gas aus Gasflaschen, da es so gut wie kein regionales Gasnetz gibt.

Für österreichische Unternehmen müsste es daher aus meiner Sicht attraktiv sein, sich in Dalmatien zu engagieren. Es wird mich freuen, nächstes Jahr im Urlaub noch viel mehr Solaranlagen auf den Dächern und in den Siedlungen zu sehen.

Solarwärme im Gespräch mit Energieminister Mitterlehner

Bundesminister Reinhold Mitterlehner bei Solarwärme im Gespräch

Wir setzen nun unserer Interviewserie, nach Stimmen aus der Stadtverwaltung (Bernd Vogl), der Solarindustrie (Robert Kanduth) und der Forschung (Werner Weiss), mit der hohen Politik fort. Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner hat mit uns über Solarwärme in Österreich gesprochen. Es wurden allen Interviewpartnern dieselben Fragen gestellt. Solarwärme aus verschiedenen Blickwinkeln – es empfiehlt sich alle Interviews zu lesen! Hier die Antworten von Minister Mitterlehner:

1. Österreich war und ist ein weltweit führendes Land in Sachen Solarwärme. Trotzdem hat man das Gefühl, dass alle Welt nur mehr über Photovoltaik spricht. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Photovoltaik ist eine moderne Technologie, die in der Öffentlichkeit seit jeher einen hohen und positiv besetzten Stellenwert hat. Aktuell haben die vor allem in Europa geführten Energiewende-Diskussionen nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima den Fokus auf die Stromerzeugung aus Sonnenenergie weiter erhöht. Mir ist wichtig, dass die Technologien nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern sich energetisch und kostenmäßig gut ergänzen.

2. Wie sehen Sie die Zukunft der Solarwärme in Österreich?

Jedenfalls positiv. Jeder Eigenheimbesitzer ist gut beraten, solche Anlagen zu installieren, wenn die Voraussetzungen dafür passen.

3. Im Jahr 2008 veröffentlichte der Umweltminister in Kooperation mit Ihnen und Ministerin Bures sowie dem Verband Austria Solar eine Solarwärme Roadmap 2020. Das Ziel ist bis zum Jahr 2020 rund 24 Millionen Quadratmeter Kollektoren zu installieren, die 10 Prozent des Wärmebedarfes von Gebäuden und Produktionsprozessen bis 250 Grad Celsius decken. Derzeit stehen wir bei knapp 5 Millionen Quadratmeter und es sind nur mehr 8 Jahre. Welche Maßnahmen sind geplant, um pro Jahr mehr als 2 Millionen Quadratmeter zu erreichen?

Österreich ist auf dem Gebiet der Solarthermie traditionell sehr gut aufgestellt. Laut Zahlen der Internationalen Energieagentur liegt Österreich bei der installierten Gesamtfläche pro Kopf auf dem hervorragenden dritten Platz. Der Trend geht also in die richtige Richtung. Für den weiteren Ausbau gibt es eine Reihe von Anreizen und Programmen der Bundesregierung, wie zum Beispiel einen 400 Euro Direktzuschuss für Solarwärmeanlagen vom Klimafonds oder bis zu 1.500 Euro pro thermischer Solaranlage im Rahmen des Sanierungsschecks. Beide Fördermodelle sind mit Landesförderungen kombinierbar. Ebenso besteht die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit des Einbaus von Solaranlagen als Sonderausgabe mit 2.920 Euro jährlich. Die Überzeugung, dass sich eine Anlage mittelfristig rechnet, viele Jahre funktioniert und dabei einen wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung, Versorgungssicherheit und zum Umweltschutz leistet, sollte eine hohe Motivation sein, in Solarthermie zu investieren. Gleichzeitig müssen Bauunternehmen und Architekten rechtzeitig eingebunden sein, um sowohl im Neubau als auch bei der Altbau-Sanierung die richtigen Akzente setzen zu können.

4. In Dänemark boomen Solarwärmeanlagen in Verbindung mit Nah- und Fernwärmenetzen, in den nächsten beiden Jahren wird der Bestand an Solarwärme-Biomasse-Netzen verdoppelt. Gibt es Pläne, diese Art der Wärmeversorgung auch in Österreich zu forcieren?

Dänemark ist mit Österreich nicht vergleichbar, jedoch sind auch bei uns zahlreiche neue Biomasseanlagen mit Nah- und Fernwärmenetzen entstanden. Die Einbindung von solarer Wärme in solche Anlagen bedarf aber einer erweiterten Anlagenkonzeption mit entsprechenden Wärmespeichern und Prozessleittechnik sowie vielen Quadratmetern an Kollektorfläche. Letztere können aber nicht überall realisiert werden, wobei diese Systeme angesichts der positiven internationalen Erfahrungen auch in Österreich verstärkt eingesetzt werden.

5. Ein großes Hindernis im Umbau der Energieversorgung in den Städten ist das Mietrecht. Es ist nicht so ausgelegt, dass Eigentümer oder Mieter dazu angehalten werden eine Dämmung vorzunehmen oder die Energieversorgung auf Solarenergie umzustellen. Gibt es Ideen, wie man dieses Dilemma lösen könnte? Was müsste passieren, damit mehr Eigentümer in Effizienz und Solarwärme investieren?

Das Mietrecht fällt leider nicht in unseren Zuständigkeitsbereich, deshalb kann ich dazu nichts sagen.

6. Wenn Sie sich für die Energiezukunft Österreichs etwas wünschen dürften, was wäre das?

Mein Ziel ist ein erneuerbares, effizientes und sicheres Energiesystem, das auch unseren Kindern und Kindeskindern eine saubere Energiezukunft ermöglicht.

 

Weitere Interviews aus der Serie “Solarwärme im Gespräch”

Förderung für Solare Großanlagen 2012 gestartet!

Solare Grossanlagen werden bis 21.9 wieder gefördert (c) Austria Solar, Paradigma

Wie sagt man so schön? Gut Ding braucht Weile. Nach einiger Verzögerung ist nun wieder die Förderung für solare Großanlagen gestartet! Solare Großanlagen bergen ein ungemeines Potenzial in Österreich und es ist zu erwarten, dass diese Art der Energieerzeugung gerade für Gewerbebetriebe mit hohem Wärmebedarf und steigenden Energiekosten unumgänglich wird.

Über solare Prozesswärme haben wir hier schon mal berichtet. Auch solare Kühlung wurde bereits erklärt. Falls Sie sich damals gedacht haben: “Alles toll, aber wie kann ich so etwas umsetzen” kommt hier nun die Antwort. Der Klima und Energiefonds hat ein neues Programm aufgelegt, bei dem es nicht nur 40 % Förderung für die Investitionskosten gibt sondern auch professionelle Beratung im Vorfeld, damit keine Planungsfehler bei diesen doch oft komplexen Projekten passieren.

Es geht vor allem darum, Demonstrationsanlagen für komplexe Anwendungen zu bauen, die dann flächendeckend in Österreich eingesetzt werden können. Gefördert werden Anlagen mit einer erforderlichen Mindestgröße von 100 m² Kollektorfläche in den Bereichen:

  • Solare Prozesswärme in Produktionsbetrieben
  • Solare Einspeisung in netzgebundene Wärmeversorgungen (Mikronetze, Nah- und Fernwärmenetze)
  • Hohe solare Deckungsgrade (über 20 % am Gesamtwärmebedarf) in Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben
  • Solar unterstützte Klimatisierung und deren Kombination mit solarer Warmwasseraufbereitung und Heizung in Zeiten ohne Kühlbedarf

Für interessierte Unternehmen wurde ein Leitfaden für die Ausschreibung erstellt. Wer noch nicht so recht weiß, ob eine Anlage für seinen Betrieb in Frage kommt, kann sich vorab an die unabhängige Forschungseinrichtung AEE-Intec wenden.

WICHTIG: Die Einreichfrist läuft von 13.6.2012 – 21.9.2012 und es müssen davor Termine für die Begleitforschung in die Zeitplanung einbezogen werden. Das Sommerloch in Unternehmen eignet sich hervorragend für diese Art der Strategiearbeit.

Weitere Infos und Ansprechpartner finden Sie hier.

Tag der Sonne – 394 mal in Österreich

Sonnenaufgang am Wörthersee (c) Renate Fuchs

Derzeit scheint  die Sonne ja zur Freude vieler, die die Sommertage genießen, so wie ich das tue, allein schon deswegen, weil auch die Büroarbeit bei Sonnenlicht besser von der Hand geht, als bei künstlicher Beleuchtung.

Und genauso wie viele andere Österreicher tanke ich gerne Sonnenenergie und freue mich über jeden Sonnentag.

Ebenso freue ich mich über den Tag der Sonne, unsere österreichweite Veranstaltung zu Wertschätzung dessen, was uns die Sonne tagtäglich liefert: Energie, die wir optimal nutzen können, in dem wir sie „einfangen“ und umwandeln: in Wärme, in Solare Kühlung.

In diesem Sinne haben wir von Austria Solar auch heuer wieder, zum 11. Mal, den Tag der Sonne am 4. bzw. 5. Mai 2012 gefeiert.Fast 400 Kindergärten, Schulen, Gemeinden, Betriebe und Beratungsstellen haben mitgewirkt, den Gedanken der Solaren Wärme weiter zu verbreiten und zu helfen, darauf aufmerksam zu machen, was uns tagtäglich kostenlos und einfach zu nutzen gegeben wird: Sonnenenergie.

Und da die Sonne nicht nur über Österreich scheint, wurde gleichzeitig auch der Europäische Tag der Sonne in zwanzig Ländern mit über 7.500 Veranstaltungen begangen.

Und für alle, die ihre Freude an der Sonne und ihr Interesse an der Nutzung dieser umweltfreundlichen, nachhaltigen und vor allem kostenlosen Energie auch nächstes Jahr bekunden wollen, bitte vormerken: am 3. bzw. 4. Mail 2013 findet der 12. Tag der Sonne statt!

Tag der Sonne - Veranstaltung am Wallersee (c) Birgit Winkler