Mini-AKW´s – ein neuer Irrweg

Quelle: sxc.hu

In letzter Zeit kursiert die Idee von Mini-AKW´s im Internet, waren sogar dem Spektrum der Wissenschaft einen Artikel wert. Die Idee ist sicher nicht völlig exotisch, es gibt schliesslich auch Atom-U-Boote mit kleinen Reaktoren, die in den Weltmeeren herumschippern. So ein Atomantrieb kostet aber eine Menge Geld, hat sich auch nicht in der Schifffahrt durchgesetzt. Atomenergie ist wegen der hohen Sicherheitsstandards schon heute die teuerste Energieform wenn man alle Förderungen und Privilegien wegrechnet (Billigstkredite von EBRD/Weltbank, Ausfallshaftung der Regierung bei Planungs-/Errichtungsverzögerungen, steuerfreie Rücklagenbildung, keine AKW-Versicherung – das wahre Paradies!). Diese Privilegien hätte eine dezentrale Atomkraft nicht, damit wird sie unfinanzierbar. Ausserdem ist ein Genehmigungsverfahren für ein Kleinwasserkraftwerk sicher ein Klacks gegen jenes für vergrabene Mini-AKW – Toshiba versucht seit 2004 (!) in der Stadt Galena (Alaska) eine Genehmigung für den 10-MW-Prototypen zu bekommen, bislang ohne Erfolg. Teuer, langwierig und potenziell gefährlich, das ist es genau nicht was wir für die Energiezukunft brauchen. Billig, einfach und völlig ungefährlich, das brauchen wir. Dafür müssen wir nur den Blick zum Himmel richten. Statt auf einen Reaktor. Denn Sonne haben wir mehr als genug.

3 Gedanken zu “Mini-AKW´s – ein neuer Irrweg

  1. mal davon abgesehen das bei sinkender anlagen leistung auch der anlagen wirkungsgrad sinkt. je kleiner die anlagen umso ineffizienter. es hat schon seinen grund warum die kraftwerksblöcke so zwischen 1000 und 1500 MW haben….

  2. der grund dafür sind die turbinen. diese haben eine spalt zwischen laufrad und wand. dieser ist aber absolut bei ein paar mm relativ gleich. nun ergibt sich das bei großen turbinen der spalt im verhältnis zur turbinenfläche relativ klein ist. bei kleinen turbinen ist er relativ groß. somit wird schon die trubine aufgrund der kleineren bauart ineffizienter.

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